Mehr über das Buch

Der schlagende Dialog

Therapeutisches Boxen in der klinischen und ambulanten Praxis

Dieses Buch ist mehr als ein Fachbuch – es ist eine persönliche Reise.
Ich erzähle von meinem eigenen Weg durch Trauma, Schmerz und Depression – und wie ich über das therapeutische Boxen wieder ins Leben zurückgefunden habe.

„Der schlagende Dialog“ verbindet biografische Erfahrungen mit fachlichem Wissen. Es zeigt, wie Bewegung heilen kann, wenn Worte fehlen – und wie Boxen zum Medium für Beziehung, Ausdruck und Selbstwirksamkeit wird.

Ein Buch für Fachkräfte, Betroffene und alle, die sich für körperorientierte Therapieansätze interessieren. Direkt, ehrlich, lebensnah.

NICHT SCHMERZFREI ABER FREI MIT THERAPEUTISCHEM BOXEN

Mein Leben als Therapeut und Leistungssportler, plötzlich Patient- und jetzt Gesundheitsberater aus Erfahrung mit Herz und Haltung

Von Thomas Kopsch

Vorwort

Über mich – Thomas Kopsch

Ich wurde 1967 in Berlin geboren und bin diplomierter Sucht- und Boxtherapeut. Seit vielen Jahren begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen, psychosomatischen Erkrankungen, seelischen Belastungen und Suchterkrankungen – fachlich fundiert und menschlich nahbar.

Mein beruflicher Weg führte mich durch unterschiedliche therapeutische Felder. Ich bin ausgebildeter:

  • Physiotherapeut
  • Heilpraktiker für Psychotherapie
  • Sucht- und Boxtherapeut
  • Medizinischer Ernährungsberater
  • Sport-, Reha- und Personal Trainer

Besonders am Herzen liegt mir die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die – wie ich selbst – mit Schmerz, Trauma oder psychischer Erschöpfung kämpfen. Mein Wissen verbinde ich mit meiner eigenen Geschichte, denn ich kenne beide Seiten: die des Therapeuten – und die des Patienten.

Heute engagiere ich mich vor allem ehrenamtlich in der Beratung von Betroffenen und Angehörigen sowie im therapeutischen Boxen. Ich bilde an der Sporttherapeutischen Akademie Hannover angehende Boxtherapeuten aus und gebe weiter, was mich selbst getragen hat.


Ich habe eine Selbsthilfegruppe für chronische Schmerzpatienten und Angehörige gegründet und bin Mitinitiator des Expertenrats für Therapeutisches Boxen in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Was ich heute mache

Aufgrund meiner eigenen Erkrankung kann ich nicht mehr als Therapeut arbeiten. Doch mein Wirken hat sich dadurch nicht verringert – sondern vertieft.

Ich unterstütze heute telefonisch und per Video ehrenamtlich Betroffene, gebe Vorträge über Schmerz, Trauma, Depression oder therapeutisches Boxen – und teile meine Erfahrungen aus persönlicher wie fachlicher Sicht.


Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören, ihm Ruhe und Zeit zur Genesung zu geben – ohne schlechtes Gewissen.

Und genau das möchte ich auch anderen mit auf den Weg geben.

 

Warum dieses Buch?

Meine Motivation – warum dieses Buch?

Dieses Buch ist für alle, die kämpfen – oft schon zu lange, oft im Stillen. Es richtet sich an Patienten, Angehörige, Betroffene – aber auch an Fachkräfte, die bereit sind, über den Tellerrand klassischer Therapien hinauszudenken.

Ich möchte mit diesem Buch Mut machen. Mut, neue Wege zu gehen. Mut, sich neu zu begegnen – körperlich, seelisch, ganzheitlich. Und Mut, dem therapeutischen Boxen eine Chance zu geben – ohne Vorurteile, dafür mit Offenheit und Neugier.

Ich selbst weiß, wie es sich anfühlt, auf beiden Seiten zu stehen – als Therapeut und als Patient. Ich weiß, wie es ist, wenn nichts mehr hilft, wenn man alles versucht hat und trotzdem nicht weiterkommt. Ich weiß aber auch, dass Veränderung möglich ist – Schritt für Schritt, Schlag für Schlag.

Therapeutisches Boxen ist keine Wunderwaffe. Aber es ist ein kraftvoller Weg, sich selbst wieder zu spüren. Und wieder aufzustehen – für ein Leben, das vielleicht nicht mehr ganz normal ist, aber deutlich lebendiger, freier und erfüllter.

Therapeutisches Boxen

Erfahren Sie mehr über die Ausbildung zum Boxtherapeuten

Körper. Haltung. Wirkung.

Die Ausbildung zum Boxtherapeuten verbindet körperorientierte Praxis mit psychotherapeutischem Wissen. Sie richtet sich an Fachkräfte aus Therapie, Pädagogik, Coaching, Sport und Gesundheitswesen – und an alle, die Menschen auf einem kraftvollen, bewegungsbasierten Weg begleiten möchten.

Was ist Boxtherapie?

Therapeutisches Boxen ist kein Kampfsport – sondern ein Zugang zum inneren Erleben. Es nutzt Bewegung, Rhythmus, Atmung und bewusst gesetzte Impulse, um Menschen in Kontakt mit sich selbst zu bringen: mit ihrer Wut, ihrer Trauer, ihrer Angst – aber auch mit ihrer Kraft, Klarheit und Lebensfreude.

Boxtherapie ist dialogisch, körpernah, beziehungsorientiert. Sie arbeitet mit dem, was da ist – im Raum, im Körper, im Moment.

Was Sie in der Ausbildung erwartet

Theoretische Grundlagen der Körper- und Traumatherapie

Praxisorientierte Vermittlung von Techniken im therapeutischen Boxen

Selbsterfahrung, Haltungsschulung, Körperbewusstsein

Wirkfaktoren, Zielgruppen, Settinggestaltung

Ethik, Kontraindikationen und Grenzen der Methode

Fallarbeit, Supervision und Transfer in die eigene Praxis

Für wen ist die Ausbildung geeignet?

Die Ausbildung richtet sich an:

Therapeut*innen (Psychotherapie, Ergo-, Physio-, Körpertherapie etc.)

Coaches, Pädagoginnen, Sozialarbeiterinnen

Trainerinnen, Sport- und Bewegungstherapeutinnen

Menschen mit eigener Erfahrung und professioneller Haltung

Warum Boxtherapie? Warum jetzt?

Weil viele Menschen den Zugang zu sich selbst verloren haben – und Sprache allein oft nicht reicht.
Weil der Körper Erinnerungen trägt, die Worte nicht fassen können.
Weil wir Berührung, Widerstand und Resonanz brauchen, um zu heilen.
Und weil es Zeit ist, neue Wege zu gehen – professionell, wirksam, menschlich.

👉 Interesse an der Ausbildung?
Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf – für ein persönliches Vorgespräch, oder Infos per Mail oder die nächsten Ausbildungsdaten.

Fachliche Ansätze

🧠 Was passiert im Gehirn beim Boxen?

Wenn Bewegung zur Neuvernetzung führt.

Beim Boxen wird nicht nur der Körper aktiviert – sondern auch das Gehirn. Besonders im therapeutischen Kontext kann Boxen gezielt genutzt werden, um neuronale Prozesse zu fördern, emotionale Spannungen zu regulieren und neue Erfahrungen zu integrieren.

🔄 Bewegung und Gehirnaktivität

Boxen fordert und fördert die Koordination, Reaktion, Orientierung und Körperwahrnehmung. Dabei werden verschiedene Hirnareale gleichzeitig angesprochen:

Motorischer Kortex (für Bewegungssteuerung)

Kleinhirn (für Gleichgewicht, Präzision)

Präfrontaler Kortex (für Aufmerksamkeit, Impulskontrolle)

Limbisches System (für Emotionen und Stressverarbeitung)

⚡️ Stressregulation & Trauma-Arbeit

Beim Boxen wird über gezielte körperliche Aktivierung das autonome Nervensystem angesprochen. Der Körper darf in kontrollierter Weise „hochfahren“ – und lernt ebenso, wieder in die Ruhe zurückzufinden.
Das trainiert die sogenannte Selbstregulationsfähigkeit, die bei Trauma, Depression und chronischem Stress oft gestört ist.

Besonders wichtig:

Amygdala (Alarmzentrum) kann durch Bewegung und Bindung „beruhigt“ werden

Dopamin & Endorphine werden ausgeschüttet → stimmungsaufhellend

Körpereigene Stresshormone (z. B. Cortisol, Adrenalin) werden abgebaut

🧠💥 Neuroplastizität in Aktion

Durch wiederholte, positiv besetzte Bewegungs- und Beziehungserfahrungen (z. B. in der therapeutischen Boxsituation) entstehen neue neuronale Verbindungen.
Das Gehirn „lernt“: Ich darf mich wehren. Ich bin handlungsfähig. Ich bin sicher im Kontakt.

👉 Fazit: Boxen wirkt – nicht nur muskulär, sondern neurobiologisch.

Therapeutisches Boxen nutzt genau diese Erkenntnisse: Es spricht Körper, Geist und Gefühl gleichzeitig an – und hilft, neue Erfahrungen zu verankern, wo Worte allein oft nicht ausreichen.

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